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Sehen und gesehen werden (eine LinkedIn-Anleitung)

In unserer digitalen Welt ist ein berufliches Profil in einem Business Netzwerk wie LinkedIn nicht nur eine Visitenkarte, sondern auch ein mächtiges Werkzeug, um Kunden zu gewinnen oder die eigene Karriere gezielt voranzutreiben.


Im Job dreht sich heute alles um Netzwerk und Sichtbarkeit. Wenn du Personal Branding richtig machst, wissen die Menschen in deinem Umfeld nicht nur woran du arbeitest, sondern auch was dein fachlicher Schwerpunkt ist, welche Motivation du mitbringst, wie erfolgreich deine Projekte sind oder was du für ein guter Team Leader bist, zum Beispiel.


Je nachdem welches Ziel du verfolgst, öffnen sich ungeahnte Wege für dich in Sachen Karriere oder Kunden: hier ein wertvoller Kontakt oder eine spannende Einladung, da ein interessantes Projekt, eine höhere Position oder sogar ein neuer Job.


In diesem Beitrag erfährst du, wie du anfängst bei LinkedIn. Wie du dein Profil aufbaust und mit Kommentaren, die ersten Kontakte knüpfst.


Ich gebe leicht umsetzbare Tipps, die auch dann hilfreich sind, wenn du selbst erstmal noch keine Posts veröffentlichen möchtest.


Schritt für Schritt-Anleitung


1. Wer bist du und wenn, ja wieviele?

Bevor du dir überhaupt ein Profil anlegst oder dein vorhandenes LinkedIn-Profil öffnest, um es zu bearbeiten, nimm dir Papier und Bleistift. Schreib auf, wofür du als Expert:in stehst oder stehen möchtest. Dabei richte den Blick nicht ausschließlich auf deine zurückliegenden Erfahrungen, sondern wage den Blick in die Zukunft. Wofür möchtest du bekannt sein in deinem Arbeitsumfeld? Was kannst du besonders gut, womit beschäftigst du dich tagein und tagaus, wofür schätzen dich Kollegen.


In meinem Workshops mache ich dazu eine Übung mit meinen Teilnehmer:innen, die du auch gut zu Hause durchführen kannst: Beschreibe dich mit drei Hashtags. Schreibe also drei Schlagworte auf, die dich und die Themen mit denen du dich beschäftigst, zielsicher beschreiben. Du hast 10 min Zeit.



Mit diesen drei Schlagworten im Hinterkopf, legst du nun dein LinkedIn-Profil an. Wenn du noch keinen Account hast, ist jetzt die richtige Zeit um einen einzurichten. Um zu starten, brauchst du aus meiner Sicht erstmal keinen Premium-Account, da viele wichtige Funktionen auch schon in der Gratis-Version verfügbar sind.


2. Einrichtung deiner Willkommensseite

Ja, ich sage bewusst Willkommensseite, denn genau das ist sie. Dein LinkedIn-Profil ist eine Willkommensseite zum Beispiel für potentielle Arbeitgeber.


Ein professionelles Profilbild ist wichtig, dein Gesicht sollte gut sichtbar sein und sympathisch rüber kommen. Für das große Banner eignet sich ein Bild, das dich mit deinen Schlagworten und/oder deiner Arbeit in Verbindung bringt. Bist du zum Beispiel Fotograf, bietet sich ein Foto mit dir und deiner Kamera an. Wenn du dich als Speaker positionieren willst, kannst du ein Bild nehmen, dass dich auf der Bühne zeigt.


Bei manchen Berufen kann eine Visualisierung schwierig sein, dann kannst du erstmal ein Bild deiner Stadt/deines Arbeitsortes verwenden. Das zeigt wo du lebst und spricht vor allem dein regionales Netzwerk an.


In den Abschnitten Info Text und Berufserfahrung kannst du deine Storytelling Kenntnisse unter Beweis stellen. Hier ist besonders wichtig, dass du den Besuchern deiner Profilseite im Gedächtnis bleibst. Die Fakten müssen natürlich stimmen, aber in der Darstellung kannst du kreativ sein.


Richte deine Kommunikation auf deine drei Schlagworte aus. Zeige Erfahrungen und Kompetenzen, die für den nächsten Job oder die nächste Position relevant sind. Betone Erfolge für Arbeitgeber und zeige wie du Herausforderungen in deiner täglichen Arbeit meisterst. Schlagworte zu denen du gefunden werden willst, solltest du dabei wiederholen.


Ach ja, und bitte aus der Ich-Perspektive erzählen. Ich weiß nicht, wie manche darauf kommen, dass es cool ist, wenn man über sich in der 3. Person schreibt.



3. Netzwerk aufbauen und interagieren

LinkedIn bringt dir erst dann etwas, wenn du es regelmäßig nutzt. Das heißt zum Einen, pflege deine Profilseite und update deine Infos regelmäßig. Die Dinge ändern sich, alles ist im Wandel. Und manchmal fällt einem Erwähnenswertes auch erst später ein.


Und die Angabe von Kontaktdaten nicht vergessen, wir wollen es den Recruitern und Headhuntern ja leicht machen.


Auf der anderen Seite ist es wichtig regelmäßig bei LinkedIn reinzuschauen und mit anderen zu kommunizieren. Ich denke dabei immer, LinkedIn ist wie eine Fachmesse oder Konferenz auf der ich Branchenkollegen treffe und über die neuesten Entwicklungen spreche.


Nachdem du bestehende Kontakte zugefügt hast, solltest du mit ihnen interagieren: Beiträge liken, kommentieren oder sharen. Eine Meinung haben. Immer im Hinterkopf deine Schlagworte, für die du wahrgenommen werden willst. Dein Netzwerk sieht alle deine Interaktionen und so erhöhst du deine Sichtbarkeit in der Branche, ohne selbst etwas zu veröffentlichen.


Es bietet sich an, neue Kontakte, die du vielleicht gerade bei einem Meeting oder auf einer Messe kennengelernt hast, im Anschluss auch deinem Online-Netzwerk hinzuzufügen. So baust du kontinuierlich deine Reichweite aus.


Obwohl es aus meiner Sicht gar nicht so darum geht, möglichst viele Menschen zu erreichen, sondern eher die Richtigen.


Du kannst auch auf LinkedIn proaktiv den Erstkontakt suchen, zu Recruitern, zu Headhuntern oder Entscheidungsträgern. Die Business Plattform funktioniert hier wie eine Suchmaschine. Du findest Menschen und Jobangebote. Mit dem grünen Ring hast du die Möglichkeit deinen Status als Stellensuchende/r sichtbar zu machen, so wirst du schneller gefunden und sparst Zeit bei der Jobsuche.


Noch ein Tipp, sammle schriftliche Empfehlungen - von Kollegen, ehemaligen Kollegen, Kunden, Chefs, etc. Ein guter Einstieg, wenn du anfragst, ist es, selbst eine Empfehlung anzubieten.



4. Dein erster Post

Wenn du eine Weile auf LinkedIn aktiv bist, wirst du sicherer. Du siehst was andere in vergleichbaren Positionen so schreiben und merkst, was dir selbst gefällt und was nicht. Und du siehst auch worauf das Netzwerk reagiert, bei welcher Art von Posts besonders viele Menschen liken und kommentieren, welche Posts dem Algorithmus gefallen.


Die Themen deiner Posts findest du in deinem Arbeitsleben. Hier sind fünf Beispiele:

  • Für den Anfang könntest du ein Bild posten von einer Fachkonferenz, die du besucht hast und deine wichtigsten Learnings teilen.

  • Wie wäre es, wenn du einen interessanten Fachartikel oder eine Studie postest, die du gerade gelesen hast?

  • Du könntest dich auch mit einem Mentor/Vorgesetzten/Boss zeigen, beschreiben wie er dich fördert und Dankbarkeit zeigen.

  • Schreibe über ein erfolgreich abgeschlossenes Projekt und wie du seine Herausforderungen gemeistert hast.

  • Berichte von einem Netzwerk-Event und verlinke die Menschen, mit denen du dort warst oder die du dort kennengelernt hast.

Eine Foto zu verwenden, erhöht die Wahrscheinlichkeit, dass die Menschen deinen Post im Feed nicht übersehen.


Du kannst natürlich auch Fragestellungen formulieren oder Thesen aufstellen, die einen Anlass zur Diskussion bieten. Das zeigt fachliche Expertise, ist aber schon eher was für Fortgeschrittene LinkedIn-User.


Wenn du eine Weile spontan gepostest hast, wirst du den Algorithmus teilweise nervig finden, weil er deine Posts unterschiedlich stark ausspielt. Daher ist es sinnvoll, dir zu überlegen wie oft und zu welchem Zeitpunkt du posten möchtest. Das erfordert etwas Planung und bedeutet auch etwas Arbeit für dich, aber aus meiner Sicht lohnt sich das auf jeden Fall. Für mich hat es sich bewährt ein bis zwei Mal in der Woche zu posten und immer werktags von 7 bis 11 Uhr.


5. Deine nächsten Schritte


Kostenlosen LinkedIn-Account anlegen (btw, das ist derzeit the place to be unter den Business Netzwerken),



Profil einrichten mit professionellem Foto,



Dich hier mit mir vernetzen und weitere Kontakte finden.




Weitere Tipps zum Thema Personal Branding, Positionierung und vieles mehr bekommst du in meinem Newsletter. Melde dich hier an!


Deine Katja

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