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Von Voll- auf Teilzeit: 5 Tipps, die Arbeitgeber überzeugen

Die Arbeitszeit verkürzen und in der Festanstellung in Teilzeit arbeiten, ist bei vielen meinen Coachees gerade ein riesen Thema. Denn immer mehr Young Professionals verfolgen neben ihrem Hauptjob gezielt die eigene Selbstständigkeit. Da ist


👉🏻 die Kommunikationsreferentin, die nach ihrer Zertifizierung jetzt nebenberuflich Kurse im Bereich Mental Health gibt

👉🏻 eine Trainee, die in ihrer freien Zeit Cupcakes backt und ein Kuchenatelier eröffnen möchte

👉🏻 der Masterstudent, der neben dem Studium im Ausland gerade mit Freunden eine Software entwickelt

👉🏻 die angestellte Assistentin, die jungen Doktorand:innen helfen möchte im Berufsleben durchzustarten

👉🏻 die Ärztin, die mit der Schulmedizin nicht weiter kommt, und Menschen das Konzept der funktionellen Medizin näher bringen möchte


Ich könnte noch Weitere aufzählen. Und mindestens noch mal so viele, die aktuell von einer Selbstständigkeit träumen, aber noch nicht aktiv geworden sind.


Alle haben eines gemeinsam, sie möchten nicht mehr Vollzeit arbeiten. Sie möchten Zeit haben für ihr zweites Standbein, das sie mit großer Leidenschaft verfolgen, weil sie meist auf eigener Erfahrung beruht.


Entrepreneurship wird gerade ganz schön gehypt in Deutschland. Start ups bekommen große mediale Aufmerksamkeit, Investoren sind sehr präsent und an Hochschulen gibt es Gründer:innen-Initiativen, die den Unternehmergeist bei jungen Menschen fördern. Und das ist auch gut so, schließlich soll Deutschland ja ein Land der Innovationen bleiben.


Leider sind Arbeitgeber oft gar nicht so begeistert von der Idee ihrer Mitarbeitenden die Arbeitszeit von Vollzeit auf Teilzeit zu reduzieren. Schließlich bieten sie das bereits mitarbeitenden Eltern an, und das zu Kompensieren ist schon schwierig.



Daher habe ich heute fünf Tipps, wie Du Deinen Arbeitgeber trotzdem überzeugen kannst:


💡 Das Wichtigste: Du solltest glaubwürdig vermitteln, dass Deine Arbeit nicht liegen bleibt. Entwickle kreative Lösungen, die Du Deinem Chef vorstellst. Idealerweise entsteht erst gar kein Problem für ihn, wenn Du die Arbeitszeit verkürzst.


💡 Fange klein an und reduziere langfristig. Von heute auf morgen von 40h auf 20h pro Woche zu reduzieren, ist für Deinen Arbeitgeber ein harter Brocken. Er muss Dich ersetzen oder Arbeit umverteilen. Wenn Du aber einen Stufenplan hast, mit einer Stunde weniger pro Tag anfängst und später weiter reduzierst, dann kann Dein Chef erstmal sehen, ob es funktioniert.


💡Lass Deinen Arbeitgeber teilhaben. Emotionalisiere das Thema, erzähle von Deiner Leidenschaft, was Du vorhast mit der gewonnen Zeit. Und frage Dich, wie könnte Dein Arbeitgeber profitieren? Wenn Du zum Beispiel ein Künstler bist, könntest Du eine Vernissage in den Büroräumen organisieren zu der alle Kunden eingeladen sind. Vielleicht kaufen Deine Kollegen sogar das erste Bild.


💡 Achte auf Deine Ausdrucksweise. Das Wort Teilzeit hat mittlerweile so eine negative Konnotation, dass wahrscheinlich bei Deinem Chef alle Alarmglocken angehen, wenn er es hört. Sprich lieber von Individualisierung der Arbeitszeit, von einem Pilotprojekt mit Dir als Testperson o.ä.


💡 Bleib hartnäckig.



Die 4-Tage-Woche


Mir ist noch was eingefallen. Wenn es um die 4-Tage-Woche geht, sind Montag oder Freitag als freier Tag eher ungünstig. Montag ist meist der Tag der internen Meetings, wo alle Aufgaben für die anstehende Woche besprochen werden. Und Freitag ist das Büro eh schon kaum besetzt, weil alle früh in das Wochenende starten wollen.


Wenn Du schlau bist, schlägst Du Deinem Chef einen anderen Tag vor.


Viel Erfolg!

Deine Katja


*Fotocredit: Daniel Reiche/Gründerinnenklasse HHL

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